About this Event

Du kennst den Ausspruch: „Das ist mir fremd.“ Damit meinen wir mehr oder weniger, dass es uns nicht schmeckt, nicht ganz geheuer ist. Wir lehnen es ab, weil es uns nicht bekannt ist, weil wir nicht wissen, worum es sich handelt. Wir verweigern, weil wir auf keine Erfahrungen zum Vergleichen zurückgreifen können. Unser Verstand weist dieses Fremde, dieses Andere zurück und sagt: „Wos da Bauer ned kennt, des frissd a ned.“ Aber all dies vermeintlich Fremde im Außen findet sich in uns drinnen. Dort wo unser scharfsinniger Verstand nicht sehen, unser feinfühliges Herz jedoch hören kann. Dort, wo wir (einander) zwar nicht verstehen, aber sehr wohl vertrauen können. Wenn wir wachsen, wenn wir über das Gewohnte hinauswachsen wollen – ja wir Ecstatic Dancers wollen das :) – dann gilt es nicht nur zu entdecken, wer wir sind, sondern auch was wir uns weigern zu sein. Es gilt zu begreifen, dass sich das Fremde/das Andere nicht ausschalten lässt. Es gilt anzuerkennen, dass Harmonie nicht die Abwesenheit der Gegensätze, sondern deren (oft spannungsgeladene) Beziehung zueinander bedeutet. Angst & Vertrauen z.B. arbeiten in einem harmonischen Zusammenspiel gegeneinander – und doch nur dadurch miteinander. Unser ekstatischer Pfad ist also nicht der goldene Mittelweg. Es ist der Achterbahnfahrt-, der Hoch- & Tiefbau-, der Leuchten-durch-verbrennen-lassen-Weg. Ekstase bedeutet, dass wir in Bekanntem und Fremdem leben, dass wir zur rechten Zeit an beidem Anteil nehmen. Ekstase bedeutet, dass wir das Fremde in uns achten und es durch die Achtung in uns stärken. Durch die Achtung des Fremden in uns freunden wir uns danach wie von selbst mit dem Fremden im Außen an. Das Fremde, das ganz Andere sind für uns oft auch das Sterben und der Tod. Aber wenn es den Keimling nicht gäbe, der in den Boden hineinstirbt, dann gäbe es keine Pflanzen & Bäume. In diesem Sinn ist Aus-Sich-Herausgehen Grundvoraussetzung für Lebensfähigkeit. Dieser Ausdruck unsrer Hingabe (=unser Leben geben) bedeutet aber nicht, unser Leben zu opfern, sondern es für etwas einzusetzen. In diesem Sinne bitten wir um eure Einsätze zu folgendem Spiel: 16.30 Uhr - Ankommen in Stille Nachdem im Alltag oft wenig bis gar keine Zeit zum Ankommen, Erden und Still-Werden ist, betonen wir den passiven Anfang der Reise, bei dem augenscheinlich nichts passiert und doch bereits vieles auf den richtigen Weg gebracht werden kann. Begleitend wird es Helferleins geben, die dich zur Unterstützung deines bloßen So- und Da-Seins räuchern. Außerdem lädt ein liebevoll gestalteter Altar ein dich auszurichten, um dein Bewusstsein auf das zu lenken, das du zu transformieren gedenkst. Entscheidend für das Kommende ist deine Präsenz. 17 Uhr - Anfangskreis & Einleitung vom Master of Ceremony Jörg EigenBauer sowie anschließende Tanzeinführung mittels Bewusstseins- und Bewegungsübungen angeleitet von Susan Raven (https://www.ajuni.at) 17.20 Uhr - DJ Set von Bramaji In der stetig wachsenden Ecstatic-Dance Szene ist DJ Bramaji eine feste Größe und als DJ schon seit 25 Jahren auch international berüchtigt für seine exquisiten und schweißtreibenden Sets. Mit seinem einzigartigen Electro-World Sound, den tiefen Bässen und perkussiven Rhythmen, zelebriert DJ Bramaji, stets am Herzschlag der tanzenden Crowd, die freudige und magische Ekstase. Dance your Existence = XisDance https://soundcloud.com/bra-mar https://www.facebook.com/XisDance 19.30 Uhr - Live Soundjourney mit Christoph Richter Manche Artists schreiben ermüdende Pressetexte über ihr bisheriges Schaffen. Mit wem und was sie nicht alles schon aufgenommen, veröffentlicht und auf Tour waren. Christoph Richter verzichtet dankenswerterweise auf Namedropping und möchte nur, dass sein berührendes Piano für sich selbst spricht. Seine melancholisches, dunkles und intimes Klavierspiel wird die November Ausgabe des Ecstatic Dance St. Pölten Soundhealings veredeln. Einen Vorgeschmack gibt es hier https://soundcloud.com/richter-christoph Fotocredit: Thomas Schnabel 20 Uhr - Abschlusskreis und Ende des Rituals Danach Open Space zum Austauschen & Connecten ___________________________________________________ Zu den Personen im Team: - Mag. Susan Meier-Preuß ist ausgebildete Kundalini-Yoga Lehrerin (https://www.ajuni.at/), Systemisch integrative Sozialtherapeutin, Tanzpädagogin, Seelentänzerin, schamanische Wegbegleiterin und Co-Leiterin des Ecstatic Dance St.Pölten - Jörg Eigenbauer, BA ist ausgebildeter Sozialarbeiter, Körper- & Bewusstseinscoach, Grinberg Praktiker, Psychonaut, Gründer & Projektleiter des Ecstatic Dance St. Pölten - Annemarie Helm, leidenschaftliche Physiotherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin i.A.u.S., Pilatestrainerin (https://www.herzogenburg.at/?kat=4223&dok_id=46161), Tanzbegeisterte, Spendenkassa/Empfang beim Ecstatic Dance St. Pölten __________________________________________________ Allgemeine Infos und Infrastruktur vor Ort: - Unser Dancefloor im Saal der Begegnung ist barfussfreundlich. Wir tanzen ohne Schuhe. - Die Adresse lautet Gewerkschaftsplatz 2, 3100 St. Pölten (direkt beim Hauptbahnhof St. Pölten) - Toiletten und Garderobe vorhanden - Bitte eigene Wasserflasche mitnehmen - Eigene Matte bzw Decke für's Ankommen in Stille und für die Soundjourney empfohlen - Keine Voranmeldung erforderlich - Wir bitten um freie Spenden zur Deckung der Veranstaltungskosten _________________________________________________________ Die freundlich unterstützende und kooperierende Behörde dieser Veranstaltung ist das Büro für Diversität St. Pölten (https://www.facebook.com/diversity.stp/). __________________________________________________________ Allgemeines zu Ecstatic Dance: Ecstatic Dance ist eine weltweite (Barfuß)Tanz-Bewegung, die sich in Städten auf der ganzen Welt – von New York über Maui in Hawaii, Berlin, Barcelona, Amsterdam und vielen mehr – etabliert hat. Jeder Ecstatic Dance ist dabei etwas anders und hat ein gewisses Etwas. Aber jeder Ecstatic Dance ruft uns ins Gedächtnis, dass das schöpferische Potential in der Gemeinschaft liegt. Hier gibt’s einen kleinen Einblick in einen Ecstatic Dance in Guatemala: https://www.youtube.com/watch?v=h3b3WzG9w9s Unsere Intention der Ecstatic Dances in St. Pölten ist es, gemeinsam mit euch einen Raum zu eröffnen, in dem sich Menschen jeden Alters und jeden Hintergrundes möglichst ungezwungen und vorurteilsfrei (sowie barrierefrei!) bewegen können - sowohl innerlich im eigenen Spüren, als auch äußerlich im Ausdruck und im wechselseitigen in Kontakt bringen dieser Gefühle. Ecstatic Dance ist ein Event, das durch bestimmte Richtlinien Workshop- bzw. Ritual-Charakter hat, dadurch aber nicht einschränken will, sondern durch diesen klaren Fokus sichere Erfahrungsräume ermöglicht, die auf konventionellen Veranstaltungen so nicht zu finden sind. Die 4 wichtigsten Richtlinien lauten: - Tanze, so wie auch immer es dir entspricht (beweg dich schamfrei, aber nicht kopflos) - Kein Sprechen am Dancefloor (um weniger im Kopf und mehr im Körper zu sein) - Achte deinen und den Raum der anderen (um sich in Vertrauen der Erfahrung hingeben zu können) - Kein Alkohol und keine Drogen (um die Erfahrung so wie bewusst wie möglich zu erleben) Die erste Richtlinie ist eine Einladung zum Ausdrücken anstatt zu unterdrücken oder zu beeindrucken. Vertrau auf Deine innere Führung, welche durch Deine Hingabe an die Musik in Gang gesetzt wird. Durch die zweite Richtlinie – Kein Sprechen am Dancefloor – wird der Fokus des Abends klar auf das Spüren des eigenen Körpers und dessen Bewegungen gelenkt. Auch alle Menschen, die kein Deutsch sprechen, können dadurch voll integriert teilnehmen. Das führt zur dritten Richtlinie: Respektiere deinen Raum und den Raum der anderen. Manche Menschen kommen um Contact-Improvisation auszuüben, manche surfen durch den Dancefloor von Interaktion zu Interaktion, und wieder andere wollen einfach nur sich selbst spüren und für sich selbst tanzen. So oder so - bitte respektiere den Raum des jeweils anderen. Sicher sind Begegnungen am Dancefloor und das Tanzen inmitten von vielen lieben Menschen wichtige Aspekte von jeder Tanzveranstaltung. Wir wollen aber betonen, dass es bei Ecstatic Dances NICHT – wie oft beim normalen Weggehen – um flirten und kennenlernen des anderen Geschlechts geht. Sicher kann und darf das passieren. Es geht uns aber darum, dass Frauen sich bei uns sicher fühlen und wissen, dass es vollkommen okay ist, wenn sie alleine tanzen wollen. Die vierte Richtlinie ist besonders wichtig: Bitte kein Alkohol und keine Drogen vor und während der Veranstaltung. Warum? Um einen möglichst klaren sowie bewussten Raum zu ermöglichen, an dem wir uns an Musik und Bewegung berauschen. Wir öffnen und betreten individuelle und kollektive Erfahrungsräume, in denen wir ein Höchstmass an Achtsamkeit und Bewusstsein von allen Beteiligten benötigen. Danke für Euren Respekt diesem Vertrauensraum gegenüber.

Dance Styles

Ecstatic Dance (100%)

Organizer

S

Susan Raven Tlachtga

R

Riccy Sundara

M

Martin Bramaji

E

Ecstatic Dance St. Pölten

A

Andreas Oberenzer

K

Karin Schön