About this Event

"Damit es Kunst giebt, damit es irgend ein ästhetisches Thun und Schauen giebt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgänglich: der Rausch.“ (Friedrich Nietzsche) „Der Schmerz ist ein ebenso mächtiger Umgestalter der Wirklichkeit wie der Rausch.“ (Marcel Proust) Inflationär oft gehört, aber in Wahrheit greif- und spürbarer denn je zuvor: Wir leben in Zeiten des Wandels. Mit traumwandlerischer Sicherheit wandelt es uns. Es erschallt der Ruf uns zu verwandeln, um uns selbst (neu) zu finden. Diese Wandlung bedeutet auch Schmerz. Denn um etwas Anderes, noch nie Dagewesenes zu initiieren, bedarf es jener schmerzhaften Erkenntnis, die mit Gewesenem bricht. Ohne herzhaften Schmerz ist kein Aufbruch zu Neuem möglich. Und wenn wir wirklich Neues, Unbekanntes meinen, dann wissen wir nicht, wohin es uns wandelt. Dazu braucht es Mut und eine gute Portion irrsinnig Menschliches. Es braucht ein gerüttelt Maß vom Wahnsinn Berauschte, um sich aus Bekanntem heraus einer schmerzhaften Metamorphose zum Unbekannten hinzugeben. Bei dieser Umgestaltung ist der Rausch unser wohlwollender Mentor. Der Rausch ist ein Gatekeeper zu überströmendem Lebens- und Kraftgefühl, welches wir für den Umbruch benötigen. Bittere Tränen und schallendes Lachen sprudeln aus seiner Quelle. Berauscht wandelt es sich leichter. Und wer sagt, dass der Wandel kein rauschendes Fest sein kann? „Alles Schall & Rausch“ ist im wahrsten Sinn der Worte ein Mission Statement von Ecstatic Dances St. Pölten. Räume zu schaffen, in denen uns Schallwellen in Schwingung versetzen, in denen Musik uns bewegt, in denen wir uns dem Rausch des Tanzens hingeben, in denen Es uns tanzt – das erachten wir als unsere Mission. Im Rahmen dieser Mission tanzen wir wie Derwische um die Forschungsfrage: Was will durch dich als Person, was will durch uns als Gemeinschaft zum Erklingen gebracht werden? Unser schallend-berauschendes Tanzritual läuft wie folgt ab: 16.30 Uhr - Ankommen in Stille & Grounding Nachdem im Alltag oft wenig bis gar keine Zeit zum Ankommen, Erden und Still-Werden ist, betonen wir den passiven Anfang der Reise, bei dem augenscheinlich nichts passiert und doch bereits vieles auf den richtigen Weg gebracht werden kann. Begleitend wird es Helferleins geben, die dich zur Unterstützung deiner Zentrierung und Ausrichtung räuchern. Außerdem lädt dich ein liebevoll gestalteter Altar ein, persönliche Gegenstände um den Altar platzieren, die dich mit deiner Absicht verbinden. 17 Uhr - Anfangskreis & Einleitung vom Master of Ceremony Jörg EigenBauer sowie anschließende Tanzeinführung mittels Bewusstseins- und Bewegungsübungen angeleitet von Susan Raven (https://www.ajuni.at) 17.20 Uhr - DJ Set von Gobayashi The Avaloka Events founder (https://www.avaloka.org/), dj and well known activist & creator is a passionate music lover who is involved in the Austrian Trance Scene for more than 20 years. His fine taste for a wide range of different styles of Trance Music in the meantime brought him to appear at international mainstages outside of Austria to rock the dancefloors with his unique note. Gobayashi´s unmistakeable style moves elegantly and masterly in and out of groovy kickin´ and hypnotic. At times his sound is psychedelic, organic or has mystic drive and at the break of the day can be also melodic and playful – always adjusting to the programm with superior ease. Gobayashi carrys the intention in his heart to contribute to an individual liberation, to create a special ecstatic atmosphere and to give the feeling of arriving back home. https://soundcloud.com/gobayashi www.facebook.com/gobayashi 19.30 Uhr - Live Soundjourney mit Christoph Richter Manche Artists schreiben ermüdende Pressetexte über ihr bisheriges Schaffen. Mit wem und was sie nicht alles schon aufgenommen, veröffentlicht und auf Tour waren. Christoph Richter verzichtet dankenswerterweise auf Namedropping und möchte nur, dass sein berührendes Piano für sich selbst spricht. Sein melancholisches, dunkles und intimes Klavierspiel wird uns tief berühren und bewusst machen, wie einfach und genial Musik sein kann. https://soundcloud.com/richter-christoph Fotocredit: Thomas Schnabel 20 Uhr - Abschlusskreis und Ende des Rituals Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen, brennen, verglühen sie, beschallen, berauschen und wandeln sie sich immer weiter und weiter und weiter und :) 20.15 bis 21 Uhr – Open Space Möglichkeit für Feedbacks ans Team sowie zum Austausch und Kennenlernen von Mittänzer*innen ___________________________________________________ Das Projekt wird geleitet von: - Mag.a Susan Meier-Preuß ist Ecstatic Bodyflow Practitioner, Kundalini-Yoga Lehrerin (https://www.ajuni.at/), Systemisch integrative Sozialtherapeutin, Tanzpädagogin, Seelentänzerin, schamanische Wegbegleiterin und Co-Leiterin des Ecstatic Dance St.Pölten - Jörg Eigenbauer BA ist Bachelor of Arts of Social Sciences, Schulsozialarbeiter, Gründer & Projektleiter des Ecstatic Dance St. Pölten, Grinberg Praktiker, Ecstatic Bodywork Practitioner (https://www.ecstatic-stp.com/ecstatic-bodywork/) __________________________________________________ Allgemeine Infos und Infrastruktur vor Ort: - Der Saal der Begegnung ist barrierefrei. Menschen aller sexueller, kultureller, religiöser Orientierungen tanzen mit uns. Auch Kinder sind sehr willkommen, wobei Indoor Ecstatic Dances nur bedingt kindertauglich sind (aufgrund der Dauer des Rituals, der Lautstärke der Musik und des ekstatischen Tanzens der Erwachsenen). Für Kleinkinder bitte unbedingt Gehörschutz mitbringen. - Unser Dancefloor im Saal der Begegnung ist barfußfreundlich. Wir tanzen ohne Schuhe. - Die Adresse lautet Gewerkschaftsplatz 2, 3100 St. Pölten (direkt beim Hauptbahnhof St. Pölten) - Toiletten und Garderobe vorhanden - Bitte eigene Wasserflasche mitnehmen - Eigene Matte bzw Decke für's Ankommen in Stille und für die Soundjourney empfohlen - Keine Voranmeldung erforderlich - Wir bitten um eine Spende von 30 EUR vor Ort, um die Kosten für die auf hohe Qualität ausgerichtete Veranstaltung decken zu können. _________________________________________________________ Die freundlich unterstützende und kooperierende Behörde dieser Veranstaltung ist das Büro für Diversität St. Pölten (https://www.facebook.com/diversity.stp/). __________________________________________________________ Allgemeines zu Ecstatic Dance: Ecstatic Dance ist eine uralte und gleichzeitig neue Praxis. Uralt, weil der Tanz des Verzückens existiert, seit es Menschen gibt. Neu, weil sich sogenannte Ecstatic Dances seit Mitte der 2000er-Jahre in Städten auf der ganzen Welt – von New York über Maui in Hawaii, Berlin, Barcelona, Amsterdam und vielen mehr – etabliert haben. Grundsätzlich bietet jeder Ecstatic Dance Raum für persönliches Empowerment von Individuen. Und jeder Ecstatic Dance ruft uns ins Gedächtnis, dass Kreativität und Sinnstiftung von der Gemeinschaft ausgehen. Hier gibt’s einen kleinen dokumentarischen Einblick, wie es bei Ecstatic Dances zugeht und worum es der Bewegung geht : https://www.youtube.com/watch?v=lY41coxPKuY Unsere Intention der Ecstatic Dances in St. Pölten ist es, gemeinsam mit euch einen Raum zu eröffnen, in dem sich Menschen jeden Alters und kulturellen Hintergrundes möglichst ungezwungen, vorurteilsfrei sowie barrierefrei bewegen können. Und zwar sowohl innerlich im eigenen spüren, als auch äußerlich im Ausdruck und im wechselseitigen in Kontakt bringen dieser Gefühle. Ecstatic Dances St. Pölten sind keine Partys oder Events, sondern Rituale. Jedes dieser Rituale zeichnet sich durch eine sich stets wiederholende Struktur (Ankommen in Stille, Altarweihung, Anfangskreis, Tanzeinführung, DJ-Set, Live-Soundjourney, Abschlusskreis, Open Space) aus. Innerhalb dieser Sicherheit vermittelnden Struktur kann völliges Loslassen, kann Hingabe an die Musik, kann Ekstase geschehen. Ecstatic Dances St. Pölten bestehen auf Spielregeln, die dem Ritual einen klaren Rahmen, Ernst- und Sinnhaftigkeit verleihen. Die*Der Einzelne kann sich so auf etwas Gemeinsames ausrichten. Die 3 wichtigsten Spielregeln lauten: - Kein Sprechen am Dancefloor (mehr Körper, weniger Kopf) - Achte deinen & den Raum der anderen (Achtsamkeit) - Kein Alkohol & keine Drogen (Bewusstsein) Mittels der ersten Richtlinie - kein Sprechen am Dancefloor - wird der Fokus des Abends klar auf das Spüren des eigenen Körpers und dessen Bewegungen gelenkt. Auch alle Menschen, die kein Deutsch sprechen, können dadurch voll integriert teilnehmen. Durch die zweite Richtlinie - achte Ich, Du & Wir - kreieren wir gemeinsam einen Safe Space zum Miteinander-Tanzen. Manche Menschen kommen um Contact-Improvisation auszuüben, manche surfen durch den Dancefloor von Interaktion zu Interaktion, und wieder andere wollen einfach nur sich selbst spüren und für sich tanzen. So oder so - bitte respektiere den Raum des jeweils anderen. Durch die dritte Richtlinie - kein Alkohol & keine Drogen vor und während der Veranstaltung - wollen wir einen möglichst klaren sowie bewussten Raum schaffen, an dem wir uns am Tanz zur Musik berauschen. Im wortwörtlichen Sinn von Ekstase treten wir aus unsrem Gewohnten heraus. Wo wir mit diesem Schritt hineintanzen ist ungewiss. Ein Höchstmaß an Achtsamkeit und Bewusstsein von allen Beteiligten ist unser dementsprechender Ritual-Reisekompass. Danke für Euren Respekt diesem Vertrauensraum gegenüber!

Dance Styles

Ecstatic Dance (100%)

Organizer

J

Jörg Eigenbauer

I

Ingo Yashi

S

Susan Raven Tlachtga

R

Riccy Sundara

A

Andreas Oberenzer

K

Karin Schön