About this Event
Im Rahmen der heurigen Sommer Ecstatic Dances St. Pölten-Reihe (11. Juni, 9. Juli, 6. August und 3. September) am Ostufer des Viehofner Sees ertanzen wir uns die Projektforschungsfrage „Wie geht Ekstase?“
Eine unsre Antworten auf diese Dreh- und Angelpunktfrage lautet: Narrisch werden, will sagen ver-rückt werden oder sich ver-rücken lassen. Narrisch im Sinne von zeigen, was wir selbst verstecken, wofür wir uns selbst genieren – dass wir selbst, dass jede*r von uns, immer wieder fällt, scheitert, irrt, verliert, ein ganzes Leben lang. Narrisch im Sinne von die eigenen Lächerlichkeiten, Unzulänglichkeiten, Fehler und Schwächen annehmen. Narrisch im Sinne von dein Bäuchlein, deine Dummheit, Selbstzweifel, Ängste, Sehnsüchte, deine Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit akzeptieren. Narrisch im Sinne von die eigenen Kindheitsträume leben. Narrisch im Sinne einer Offenbarung purer Zärtlichkeit, im Sinne des Ausdrückens deiner Hoffnung auf Verbindung, Beziehung und Geborgenheit, deiner universalen Menschlichkeit, deinem Wunsch nach Lieben, Geliebtwerden und In-den-Arm-genommen-werden.
Denn das Wesen des Närrischen, des heilig Rebellischen sowie konstruktiv Anarchischen, lautet:
Wer nichts mehr zu verlieren, wer alles verloren hat (vor allem die eigene Eitelkeit), der ist frei. Der kann tun und lassen, was er will. Deshalb ist der Narr eine befreiende Figur, deshalb ist die Närrin ein ekstatischer Archetyp – jemand, der*die narrisch gern außer sich gerät, narrisch gern aus sich heraustritt, sich verzücken und verrücken lässt. Der*die Narrische ist schlicht und ergreifend eine Person, die sich narrisch g’freid, dass sie selbst und alles um sie herum lebt und pulsiert. Deshalb lustwandelt sie durch’s Leben, deshalb zelebriert sie das Leben, deshalb tanzt sie durch’s Leben.
Unser narrisch guades Tanz-Ritual beinhaltet folgendes:
16.30 Uhr - Ankommen bei dir sowie im Kreis
Nachdem im Alltag oft wenig bis gar keine Zeit zum Ankommen, Erden und Still-Werden ist, betonen wir den passiven Anfang der Reise, bei dem augenscheinlich nichts passiert und doch bereits vieles auf den richtigen Weg gebracht werden kann. Begleitend wird es Helferleins geben, die dich zur Unterstützung deines bloßen So- und Da-Seins räuchern.
Außerdem lädt dich ein liebevoll gestalteter Altar dazu ein, dass du Unnützes loslässt und dich sammelst, um dein gesamtes Bewusstsein auf das zu richten, das du zu transformieren gedenkst. Entscheidend für das Kommende ist deine restlose Anwesenheit.
17 Uhr - Anfangskreis & Einleitung vom Master of Ceremony Jörg sowie anschließende Tanzeinführung mittels Bewusstseins- und Bewegungsübungen angeleitet von Susan Raven (https://www.ajuni.at)
17.20 Uhr - DJ Set von Goranji
Goranji started using music extensively when he facilitated large group workshops on human connection and relationships. His vast library stretches from afrotronic, ethnobeats, Amazonian vibes, worldmusic, oriental to film music, electro, trip hop and surely much more. He loves to read the crowd, loves making you love rhythmical variety, is a real teaser when it comes to peaks. Expect an eclectic journey that activates your body and soul. His mission is to tell a story with a sequence of tunes and hijack your energy and spread it in the entire space.
https://m.soundcloud.com/djgoranji
19.30 Uhr - Live Soundjourney mit Kenebonda
Das Duo Kenebonda (Daniel Giordani & Yela Brodesser) nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Welt des Rhythmus. Die erschaffenen Klangwelten reichen von sanften und zarten Klängen von Handpans und Rahmentrommeln bis hin zu groovigen Kompositionen mit Cajons und afrikanischen Trommeln, begleitet von der sphärischen Stimme von Yela. Der Wechsel zwischen dem reichhaltigen Instrumentarium und den diversen Musikkulturen geschieht fließend und das virtuose Spiel mit den rhythmischen Ausdrucksformen nimmt die Zuhörer*innen von Anfang ein, geht bis tief in den Körper und lädt zum Tanzen und Träumen ein.
www.kenebonda.at
20 Uhr - Abschlusskreis und Ende des Rituals
Danach (bzw auch davor oder dazwischen) lockt der Viehofner See zum Abkühlen und Schwimmen bzw die Seedose (http://www.seedose.at/) mit lecker Säften, Gegrilltem und Bio Eis vom Hansinger
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Allgemeine Infos und Infrastruktur vor Ort:
- Unser Dancefloor ist die große Wiese am Ostufer des Viehofner Badesees, die ausgesprochen barfussfreundlich ist und ausreichend Raum für ausgelassenes Tanzen bietet
- Keine Voranmeldung erforderlich
- Baden/Schwimmen im Viehofner See ausdrücklich erwünscht 🙂
- Öffentliche Toiletten bei der Seedose vorhanden
- Bitte eigene Wasserflasche mitnehmen
- Eigene Matte bzw Decke für's Ankommen und für das Soundhealing empfohlen
- Kein Camping oder Übernachten beim See
- Parken beim See möglich und bis 20 Uhr kostenpflichitg (1 EUR/Stunde) --> Fahrgemeinschaften empfohlen, siehe Facebook-Event-Diskussion
- Die Veranstaltung ist auf Schönwetter eingestellt. Wenn Regen prognostiziert wird, dann unternehmen wir einen zweiten Versuch tags darauf am 10. Juli ab 16.30 Uhr
- Freie Spende: ab 25 EUR nach eigenem Ermessen
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Die freundlich unterstützenden und kooperierenden Behörden dieser Veranstaltung sind das Büro für Diversität St. Pölten (https://www.facebook.com/diversity.stp/), der Wirtschaftshof und das Veranstaltungsservice St. Pölten.
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Allgemeines zu Ecstatic Dance:
Ecstatic Dance ist eine weltweite (Barfuß)Tanz-Bewegung, die sich in Städten auf der ganzen Welt – von New York über Maui in Hawaii, Berlin, Barcelona, Amsterdam und vielen mehr – etabliert hat. Jeder Ecstatic Dance ist dabei etwas anders und hat ein gewisses Etwas. Aber jeder Ecstatic Dance ruft uns ins Gedächtnis, dass das schöpferische Potential in der Gemeinschaft liegt.
Hier gibt’s einen kleinen Einblick in einen Ecstatic Dance in Guatemala: https://www.youtube.com/watch?v=h3b3WzG9w9s
Unsere Intention der Ecstatic Dances in St. Pölten ist es, gemeinsam mit euch einen Raum zu eröffnen, in dem sich Menschen jeden Alters und jeden Hintergrundes möglichst ungezwungen und vorurteilsfrei (sowie barrierefrei!) bewegen können - sowohl innerlich im eigenen Spüren, als auch äußerlich im Ausdruck und im wechselseitigen in Kontakt bringen dieser Gefühle.
Ecstatic Dance ist ein Event, das durch bestimmte Richtlinien Workshop- bzw. Ritual-Charakter hat, dadurch aber nicht einschränken will, sondern durch diesen klaren Fokus sichere Erfahrungsräume ermöglicht, die auf konventionellen Veranstaltungen so nicht zu finden sind.
Die 4 wichtigsten Richtlinien lauten:
- Tanze, so wie auch immer es dir entspricht (beweg dich schamfrei, aber nicht kopflos)
- Kein Sprechen am Dancefloor (um weniger im Kopf und mehr im Körper zu sein)
- Achte deinen und den Raum der anderen (um sich in Vertrauen der Erfahrung hingeben zu können)
- Kein Alkohol und keine Drogen (um die Erfahrung so wie bewusst wie möglich zu erleben)
Die erste Richtlinie ist eine Einladung zum Ausdrücken anstatt zu unterdrücken oder beeindrucken. Vertrau auf Deine innere Führung, welche durch Deine Hingabe an die Musik in Gang gesetzt wird.
Durch die zweite Richtlinie – Kein Sprechen am Dancefloor – wird der Fokus des Abends klar auf das Spüren des eigenen Körpers und dessen Bewegungen gelenkt. Auch alle Menschen, die kein Deutsch sprechen, können dadurch voll integriert teilnehmen.
Das führt zur dritten Richtlinie – Respektiere deinen Raum und den Raum der anderen. Manche Menschen kommen um Contact-Improvisation auszuüben, manche surfen durch den Dancefloor von Interaktion zu Interaktion, und wieder andere wollen einfach nur sich selbst spüren und für sich selbst tanzen. So oder so - bitte respektiere den Raum des jeweils anderen.
Sicher sind Begegnungen am Dancefloor und das Tanzen inmitten von vielen lieben Menschen wichtige Aspekte von jeder Tanzveranstaltung. Wir wollen aber betonen, dass es bei Ecstatic Dances NICHT – wie oft beim normalen Weggehen – um flirten und kennenlernen des anderen Geschlechts geht. Sicher kann und darf das passieren. Es geht uns aber darum, dass Frauen sich bei uns sicher fühlen und wissen, dass es vollkommen okay ist, wenn sie alleine tanzen wollen.
Die vierte Richtlinie ist besonders wichtig: Bitte kein Alkohol und keine Drogen vor und während der Veranstaltung. Warum? Um einen möglichst klaren sowie bewussten Raum zu ermöglichen, an dem wir uns an Musik und Bewegung berauschen. Wir öffnen und betreten individuelle und kollektive Erfahrungsräume, in denen wir ein Höchstmass an Achtsamkeit und Bewusstsein von allen Beteiligten benötigen. Danke für Euren Respekt diesem Vertrauensraum gegenüber.
Dance Styles
Ecstatic Dance (100%)
Organizer
G
Gö Töse
S
Susan Raven Tlachtga
Y
Yela Brodesser
R
Riccy Sundara
E
Ecstatic Dance St. Pölten
A
Andreas Oberenzer
K
Karin Schön
D
